Auf dem Nordkalott- und Kungsleden

im Sommer 2009






Wir hatten 12 wundervolle, spannende Tage auf dem Padjelantaleden in 2008 und wir wollten wieder dort hin - in's Fjäll! Und da war noch der Skierfe, den ich noch in diesem Leben besteigen wollte und das Rappadelta, auf das ich hinunterschauen wollte. Das hatte ich schon in 2008 geplant, aber die Zeit war zu knapp geworden und die 140 km Padjelataleden hatten uns auch ganz schön geschafft.

Aber jetzt wusste ich, was geht oder auch nicht geht. Für 2009 habe ich gut drei Wochen eingeplant; aufgrund der Flugpläne waren es schließlich 24 Tage. Die ca. 60 km von Saltoluokta nach Jokkmokk sind zu kurz, um eine echte Herausforderung zu sein. Die mit 103 Km ausgewiesene Strecke vom Anfang/Ende des Nordkalottleden in Kvikkjokk nach Staloluokta erschien mir als Ergänzung passend. Mit den 18 Km Auf- und Abstieg zum/vom Skierfe ergaben sich insgesamt rd. 180 km Wanderstrecke. Dafür habe ich großzügig 15-16 Nettowandertage, für die Hinreise nach Kvikkjokk 2 Tage und für die Rückreise mit der Inlandsbanan über Östersund nach Arlanda 3 Tage gerechnet. Zusammen ergaben sich also 20-21 Tage, die noch 3 Ruhetage von den insgesamt 24 Reisetagen zuließen. Zur Not war in dem Ganzen auch noch Luft drin. Eile musste also nicht aufkommen und kam dann auch nicht auf.

Wir hatten allerdings Glück mit dem Wetter. Das Wetter war bis auf den Ruhetag in Tarrekaise gut bis gut genug. In der Woche vor unserer Ankunft hatte es immer wieder in Strömen geregnet, in den letzten beiden Tagen 40 Stunden am Stück. Man sollte sich also nie so sicher sein; ein Not-Ausstieg aus der Tour wäre für uns in Ritsem oder Kvikkjokk (Helicopter ab Staloluokta) möglich gewesen, ein weiterer in Aktse (Boot zum Cykelstigen, zu Fuss oder mit Quad und Taxi nach Tjåmotis, wo der Bus nach Jokkmokk hält).

Den Kungsleden-Abschnitt wollte ich von Saltoluokta aus begehen, weil ich uns morgens zum Beginn der Wanderetappe über Sitojaure bzw. Laitaure übersetzen lassen wollte. Den Nordkalottleden wollte ich von Kvikkjokk aus wandern, weil man die Ausstiege normalerweise dann braucht, wenn die Zeit knapp wird. Und wenn, dann wird die Zeit gegen Ende der Reise knapp - wenn man den größeren Teil der Wanderstrecke hinter sich hat.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in der Regel sehr zuverlässig. Fahrpläne für sämtliche Züge, Busse und Boote sind im Internet zu finden.

Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen wie Landschaften und deren Entsprechung in meiner Seele. (Reinhold Messner)

Was wir an diesen 24 Tagen erlebt haben, kann uns keiner mehr nehmen. Und Christoph und ich wollen wieder hin - nach Norden, auf den St. Olavsleden - von Vinstra nach Oppdal.